Wittener Schriften zu Familienunternehmen – Band 25

Succession and the Transfer of Social Capital in Chinese Family Businesses

Understanding Guanxi as a Resource
  • Book cover of “Succession and the Transfer of Social Capital in Chinese Family Businesses” by Xing Ke, purple and white layout with large English title and author name in the top bar.
    Succession and the Transfer of Social Capital in Chinese Family Businesses
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Im Buch „Succession and the Transfer of Social Capital in Chinese Family Businesses – Understanding Guanxi as a Resource“ (2018) untersucht Xing Ke auf Grundlage einer qualitativ-empirischen Mehrfallstudie, wie Nachfolgeprozesse in chinesischen Familienunternehmen gestaltet sind und welche Rolle soziales Kapital – insbesondere das Konzept des Guanxi – dabei spielt. Ausgehend von der Beobachtung, dass Familienunternehmen in China einen zentralen, bislang jedoch wissenschaftlich unterbeleuchteten Teil der Volkswirtschaft darstellen, analysiert die Autorin Nachfolge nicht als singulären Übergabeakt, sondern als mehrstufigen Entscheidungs- und Interaktionsprozess, der tief in kulturelle, familiäre und institutionelle Kontexte eingebettet ist.

Zentral ist die theoretische Verknüpfung von Nachfolgeforschung mit einem sozialkapitaltheoretischen Ansatz. Ke differenziert soziales Kapital in normative, emotionale und instrumentelle Beziehungsdimensionen und zeigt, dass Guanxi in chinesischen Familienunternehmen eine personalisierte Ressource darstellt, die eng an die Gründerperson gebunden ist. Die Übertragung dieses sozialen Kapitals an die nächste Generation erweist sich als kritischer Erfolgsfaktor der Nachfolge. Anhand zahlreicher Fallbeispiele wird deutlich, dass die Weitergabe von Netzwerken, Vertrauen und implizitem Beziehungswissen häufig komplexer ist als die formale Übertragung von Eigentum oder Managementverantwortung.

Darüber hinaus arbeitet die Studie heraus, wie traditionelle chinesische Familienstrukturen, konfuzianisch geprägte Wertvorstellungen, die Ein-Kind-Politik sowie schwach ausgeprägte institutionelle Rahmenbedingungen die Nachfolgeentscheidungen beeinflussen. Die Autorin entwickelt ein prozessuales Modell der Nachfolge, das Eigentums-, Management- und Beziehungsdimensionen integriert und verschiedene Nachfolgemuster beschreibt – von gleitenden bis hin zu abrupten Übergängen. Die Arbeit liefert damit einen substantiellen Beitrag zum kontextsensitiven Verständnis von Familienunternehmensnachfolge und bietet zugleich wichtige Anknüpfungspunkte für die vergleichende Familienunternehmensforschung aus WIFU-Perspektive.

Erschienen 2018 als Band 25 der Reihe „Schriften zu Familienunternehmen“, herausgegeben von Arist von Schlippe und Tom A. Rüsen im V&R unipress.

Autor/-in:

Erscheinungsjahr:

2018

Publikationsart:

WIFU-Schriftenreihe

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