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In der Keynote „The past and future of family business research“ (2020) blickt Prof. Dr. Joseph Astrachan im Rahmen der FIFU 2020 auf die Entwicklung der internationalen Family-Business-Forschung zurück. Ausgehend von den frühen 1980er-Jahren beschreibt er, wie sich ein zunächst kaum anerkanntes Forschungsfeld schrittweise professionalisiert, institutionell etabliert und wissenschaftlich ausdifferenziert hat. Heute verfügt die Forschung zu Familienunternehmen über eigene Journals, Konferenzen, Studienprogramme und eine wachsende internationale Scientific Community.
Astrachan zeigt zugleich, dass mit dieser Etablierung neue Anforderungen an die Forschung verbunden sind. Er kritisiert verkürzte Modelle, unzureichend erklärte theoretische Annahmen und eine zu starke Orientierung an rein deskriptiven oder karrieregetriebenen Forschungslogiken. Stattdessen plädiert er für relevante, methodisch belastbare und praxiswirksame Forschung, die Familienunternehmen, Unternehmerfamilien und politische EntscheidungsträgerInnen bei konkreten Herausforderungen unterstützt.
Im Zentrum der Keynote stehen künftige Forschungsfelder wie langfristiges Überleben, Nachhaltigkeit, EigentümerInnenkompetenz, Family Orientation, Kosten des Eigenkapitals, Risikotoleranz sowie der Zusammenhang zwischen Familiendynamik, Governance und Unternehmensentwicklung. Astrachan macht deutlich, dass Family-Business-Forschung ihre besondere Stärke dort entfaltet, wo sie wirtschaftliche, soziale, psychologische und familiäre Dimensionen integriert und daraus handlungsrelevante Erkenntnisse für die Praxis ableitet.
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Familienunternehmen
Family-Business-Forschung
praxiswirksame Forschung
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