Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen

  • Titelseite der IfM-Materialien Nr. 172 des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn mit dem Titel „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen“, Angaben zu Projektleitung und -bearbeitung sowie Logo der Stiftung Familienunternehmen und IfM Bonn.
    Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen


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In der Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen“ (2007), herausgegeben vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn, analysieren Frank Wallau, Ljuba Haunschild, Hans-Eduard Hauser und Hans-Jürgen Wolter erstmals systematisch die ökonomische Relevanz von Familienunternehmen in Deutschland. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Feststellung, dass Familienunternehmen trotz ihrer zentralen Rolle für Beschäftigung und Wertschöpfung in Politik und Forschung lange Zeit nur unzureichend statistisch erfasst und differenziert betrachtet wurden. Die Studie schließt diese Lücke durch eine klare begriffliche Abgrenzung und eine Kombination quantitativer und qualitativer Analyseansätze.

Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), eigentümergeführten Familienunternehmen im engeren Sinne sowie familienkontrollierten Unternehmen im weiteren Sinne. Auf dieser Basis werden Umfang, Beschäftigtenzahlen und Umsatzanteile der Familienunternehmen für die Gesamtwirtschaft ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass rund 95 % aller Unternehmen in Deutschland Familienunternehmen im engeren Sinne sind, die mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stellen und einen erheblichen Anteil der gesamtwirtschaftlichen Umsätze erwirtschaften. Damit wird die strukturelle Bedeutung dieser Unternehmensform deutlich über die klassische Mittelstandsdebatte hinaus sichtbar gemacht.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Untersuchung auf die 500 größten deutschen Familienunternehmen. Deren Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung wird im Zeitraum von 2003 bis 2005 analysiert und mit DAX-Unternehmen sowie der Gesamtwirtschaft verglichen. Die Studie zeigt, dass große Familienunternehmen nicht nur stabile, sondern überdurchschnittlich positive Beschäftigungsentwicklungen aufweisen und damit eine wichtige Rolle als Beschäftigungsträger spielen. Die Autoren liefern damit eine fundierte empirische Grundlage für wirtschafts- und familienunternehmensbezogene Diskussionen und unterstreichen die nachhaltige volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen über alle Größenklassen hinweg.

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