Vom Ziel der Forschung zu Familienunternehmen

Im Artikel ‚Vom Ziel der Forschung zu Familienunternehmen‘ von Rudolf Wimmer und Hermut Kormann (FuS 6/2018) wird die Forschung zu Familienunternehmen kritisch beleuchtet. Die Autoren argumentieren, dass die moderne Betriebswirtschaftslehre vorwiegend auf börsennotierte Unternehmen fokussiert ist, während die Mehrzahl der Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft Familienunternehmen sind. Diese Diskrepanz wird als problematisch erachtet, da Familienunternehmen eine andere Art des Wirtschaftens repräsentieren, die sowohl ökonomische als auch nichtökonomische Ziele verfolgt.

Die theoretischen Grundlagen des Artikels basieren auf der Neuen Institutionenökonomik und der Principal-Agent-Theorie, die die Dynamik zwischen Eigentümern und Managern in Unternehmen beschreibt. Die Autoren heben hervor, dass Familienunternehmen durch ihre langfristige Orientierung und die Verbindung von Unternehmens- und Familieninteressen eine besondere Resilienz aufweisen. Diese Merkmale unterscheiden sie grundlegend von börsennotierten Unternehmen, die oft kurzfristigen Gewinnmaximierungsmustern folgen.

Die Ergebnisse des Artikels zeigen, dass Familienunternehmen nicht nur ökonomisch erfolgreicher sein können, sondern auch eine nachhaltigere Entwicklung fördern. Die Autoren fordern verstärkte Forschungsanstrengungen, um die spezifischen Merkmale und Herausforderungen von Familienunternehmen zu untersuchen, insbesondere in Bezug auf ihre Governance und die Balance zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Zielen. Diese Erkenntnisse sind von großer Bedeutung für Unternehmerfamilien, die ihre langfristige Existenz sichern und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchten.

Erscheinungsjahr:

2018

Publikationsart:

Praxisartikel

Keywords:

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