Weibliche Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen

Aktuelle Entwicklung, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen

Der Praxisartikel beleuchtet die zunehmende Bedeutung weiblicher Nachfolgerinnen in Familienunternehmen. Auf Grundlage der Studie „Töchter in der Unternehmensnachfolge“ zeigen die S, dass Töchter heute häufiger Verantwortung in Führung und Eigentum übernehmen und traditionelle Auswahlmuster wie die Primogenitur zunehmend an Bedeutung verlieren. Zugleich wird deutlich, dass trotz wachsender Chancengleichheit weiterhin geschlechtsspezifische Herausforderungen bestehen.

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen insbesondere die Sozialisation innerhalb der Unternehmerfamilie, fehlende weibliche Rollenvorbilder sowie die Vereinbarkeit von Unternehmertum, Partnerschaft und Familie. Die AutorInnen zeigen, wie tradierte Rollenbilder und unausgesprochene Erwartungen bereits früh beeinflussen können, ob Töchter eine Unternehmensnachfolge überhaupt als realistische Option wahrnehmen. Hinzu kommen praktische Fragen rund um Mutterschaft, Führungsverantwortung und die Aufteilung familiärer Aufgaben sowie mögliche Spannungsfelder innerhalb der Partnerschaft.

Ausgehend von diesen Herausforderungen entwickeln Sophia Jungk und Prof. Dr. Tom A. Rüsen konkrete Handlungsempfehlungen für potenzielle Nachfolgerinnen, Unternehmerfamilien und Familienunternehmen sowie für Politik und Gesellschaft. Sie plädieren unter anderem für eine frühzeitige und offene Nachfolgekommunikation, gleiche Entwicklungschancen für alle Mitglieder der NextGen, tragfähige Unterstützungsstrukturen und eine stärkere gesellschaftliche Sichtbarkeit weiblicher Rollenvorbilder. Der Beitrag verdeutlicht damit, dass die erfolgreiche Integration von Nachfolgerinnen nicht allein eine Frage individueller Qualifikation ist, sondern auch von familiären, unternehmerischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt.

Erscheinungsjahr:

2026

Publikationsart:

Praxisartikel

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