Sehr liberale Praxis im Umgang mit Ehe- und Lebenspartnern

WIFU-Impuls

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Der Vortrag, der im Rahmen der 43. WIFU-Trägersitzung aufgezeichnet wurde, gibt einen Einblick in die historische Entwicklung, die Governance-Strukturen und das Selbstverständnis der Unternehmerfamilie Merck. Ausgehend von der Übernahme der Engelapotheke in Darmstadt durch Jacob Friedrich Merck im Jahr 1668 wird deutlich, wie eng Familiengeschichte, Unternehmensentwicklung und gesellschaftsrechtliche Strukturen miteinander verbunden sind.

Im Mittelpunkt steht ein vergleichsweise liberales Verständnis von Familienzugehörigkeit: Familienmitglied ist nicht nur, wer direkt von der Unternehmerfamilie abstammt, sondern auch, wer in die Familie einheiratet. Damit sind umfassende Rechte und Pflichten verbunden – von der Teilnahme an Gesellschafterversammlungen bis hin zur möglichen Beteiligung an Gremien. Zugleich bestehen klare Ordnungsrahmen, etwa durch Eheverträge, gesellschaftsvertragliche Regelungen und strukturierte Onboarding-Prozesse, die Transparenz schaffen und die langfristige Stabilität der Familiengemeinschaft sichern.

Darüber hinaus verdeutlicht der Beitrag, wie Merck die Einbindung der NextGen und die Entwicklung von Eigentümerkompetenz systematisch gestaltet. Formate wie „Merck Next Generation“ und die „Merck Family University“ ermöglichen jungen Familienmitgliedern, das Unternehmen, die Familiengeschichte, Governance-Fragen und wirtschaftliche Zusammenhänge frühzeitig kennenzulernen. Damit liefert das Beispiel Merck wichtige Impulse für Unternehmerfamilien, die Zugehörigkeit, Kompetenzentwicklung und Family Governance langfristig tragfähig organisieren möchten.

Erscheinungsjahr:

2026

Publikationsart:

Videos

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