WIFU-Ringvorlesung: Überleben als Voraussetzung für langes Leben (Familienunternehmung)

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Im Vortrag „Überleben als Voraussetzung für langes Leben (Familienunternehmung)“, der im Rahmen der WIFU-Ringvorlesung „Between Rigour & Relevance“ stattgefunden hat, erläutert Prof. Dr. Hermut Kormann, warum Familienunternehmen Gefahrenabwehr, Risikogrenzen und strategische Alternativen konsequent mitdenken müssen. Langlebigkeit wird dabei nicht als bloße Folge erfolgreichen Wachstums verstanden, sondern als Ergebnis bewusster Stabilitäts- und Überlebenssicherung.

Er unterscheidet Branchenkrisen, Unternehmensgefährdungen und den Verlust der Träger als Gründe des Untergangs. Im Fokus stehen Worst-Case-Denken, Pre-Mortem-Analyse, stabile Finanzstrukturen und die Maxime, das Unternehmen nicht aufs Spiel zu setzen. Eine zentrale Regel lautet: keine einzelne Transaktion, die mehr als 30 Prozent des Eigenkapitals gefährdet. Kormann macht deutlich, dass existenzielle Risiken häufig nicht aus schwacher Profitabilität entstehen, sondern aus außergewöhnlichen Entscheidungen, Verträgen oder Akquisitionen, die die strategische Handlungsfähigkeit zerstören.

Für Unternehmerfamilien und Gesellschafter:innen zeigt der Beitrag, dass Langlebigkeit nicht allein aus Wachstum entsteht. Entscheidend sind Family Governance, defensive Entscheidungen, Vermögensdiversifikation und Grundsätze, die Organisationen vor existenziellen Risiken schützen. Der Vortrag verdeutlicht damit, warum Unternehmerfamilien Risikogrenzen, Verantwortungsbewusstsein gegenüber früheren Generationen und die Sicherung strategischer Alternativen als Teil ihrer Eigentümerstrategie verankern sollten.

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Erscheinungsjahr:

2024

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