Wirtschaftliche Entwicklung großer Familien- und Nichtfamilienunternehmen

eine Bilanzdatenanalyse für den Zeitraum 2008 bis 2012
  • Titelseite der IfM-Materialien Nr. 235 mit dem Titel „Wirtschaftliche Entwicklung großer Familien- und Nichtfamilienunternehmen – eine Bilanzdatenanalyse für den Zeitraum 2008 bis 2012“, Autorenangaben sowie IfM-Bonn-Logo auf weißem Hintergrund mit orangefarbenem Gestaltungselement.
    Wirtschaftliche Entwicklung großer Familien- und Nichtfamilienunternehmen


    pdf Ansehen

In der Studie „Wirtschaftliche Entwicklung großer Familien- und Nichtfamilienunternehmen – eine Bilanzdatenanalyse für den Zeitraum 2008 bis 2012“, erschienen 2014 im Institut für Mittelstandsforschung Bonn, analysieren Nadine Schlömer-Laufen, Christoph Lamsfuß, Jutta Große und Simone Chlosta die wirtschaftliche Performance großer Unternehmen in Deutschland während und nach der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auf Basis eines eigens aufgebauten Datensatzes mit 6.575 großen Unternehmen wird erstmals ein systematischer Vergleich zwischen familien- und nichtfamiliengeführten Großunternehmen ermöglicht.

Im Zentrum der Untersuchung stehen Rentabilitätskennzahlen (Gesamt- und Eigenkapitalrendite) sowie Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung im Zeitraum von 2008 bis 2012. Die bi- und multivariaten Analysen zeigen, dass große Familienunternehmen sowohl über den gesamten Zeitraum als auch in jedem einzelnen Jahr eine höhere Rentabilität aufweisen als große Nichtfamilienunternehmen. Darüber hinaus verzeichnen sie, zumindest auf Bundesebene, ein stärkeres Beschäftigungswachstum, während sich beim Umsatzwachstum insgesamt keine signifikanten Unterschiede ergeben. Methodisch stützt sich die Studie auf Panelregressionen und lineare Regressionsmodelle unter Kontrolle von Unternehmensgröße, Branche, Rechtsform, Region und Verschuldungsgrad.

Die Ergebnisse werden sowohl für Deutschland insgesamt als auch differenziert für Nordrhein-Westfalen ausgewertet und eingeordnet. Die AutorInnen kommen zu dem Schluss, dass große Familienunternehmen in der Krise eine stabilisierende Rolle für Wirtschaft und Arbeitsmarkt gespielt haben, unter anderem durch den vergleichsweise moderaten Abbau von Beschäftigung trotz teils stärkerer Umsatzeinbrüche. Die Studie liefert damit eine empirisch fundierte Grundlage für die wirtschaftspolitische und wissenschaftliche Diskussion über die besondere volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen in Krisenzeiten.

Keywords:

Ähnliche Artikel

Callista Chat

Hallo, ich bin Callista!
Haben Sie eine Frage aus dem Themenfeld "Familienunternehmen und Unternehmerfamilien"?