Der Praxisartikel beleuchtet, warum Vermögen allein die Zukunftsfähigkeit von Unternehmerfamilien nicht sichert. Entscheidend ist vielmehr, dass die nachfolgende Generation sowohl einen verantwortungsvollen Umgang mit dem vorhandenen Vermögen als auch unternehmerische Motivation und Handlungsbereitschaft entwickelt. Die Autoren fassen dieses Zusammenspiel unter dem Begriff der „doppelten Sozialisation“ zusammen.
Die Vermögenssozialisation umfasst dabei nicht nur Wissen über Herkunft, Struktur und Bedeutung des Familienvermögens, sondern ebenso emotionale, praktische und normative Dimensionen. Die NextGen soll lernen, Vermögen als Verantwortung gegenüber Familie, Unternehmen und Gesellschaft zu verstehen und schrittweise eigene Verantwortung zu übernehmen. Zugleich zielt die Unternehmersozialisation darauf, Interesse an unternehmerischem Handeln, Eigeninitiative und Wertschöpfung zu fördern. Eine wichtige Rolle spielen hierbei positive Vorbilder innerhalb der Familie, eigene Erfahrungen sowie Familiengeschichten über Gründung, Krisen und Erfolge.
Für die transgenerationale Kontinuität von Unternehmerfamilien müssen beide Sozialisationsprozesse miteinander verbunden werden. Langfristig erfolgreich ist die Nachfolge insbesondere dann, wenn die NextGen Vermögen versteht, verantwortet und aktiv weiterentwickeln kann, ohne dass unternehmerisches Engagement allein aus familiärem Erwartungsdruck entsteht. Der Beitrag liefert damit wichtige Impulse für die Gestaltung von Nachfolge, Family Governance und NextGen-Entwicklung. Seine zentrale Botschaft lautet: Vermögen kann übertragen werden – unternehmerische Haltung und Handlungsbereitschaft müssen jedoch in jeder Generation neu entstehen.
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Familienvermögen
Sozialisation
Vermögen
Vermögensstrategie
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