10. Symposium "Unternehmensgeschichte"

10. Symposium "Unternehmensgeschichte"

Familienunternehmen in der NS-Zeit - Geschichte und Aufarbeitung

INHALT:

Die Geschichte vieler deutscher Familienunternehmen ist eng mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts verbunden, auch mit der Zeit des Nationalsozialismus. Die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit ist häufig anspruchsvoll und wirft bis heute Fragen nach unternehmerischer Verantwortung, historischer Aufarbeitung und einem angemessenen Umgang mit der eigenen Geschichte auf. Wie gehen Familienunternehmen mit diesem Teil ihrer Geschichte um? Welche Erfahrungen machen sie bei der Aufarbeitung und welche möglichen Rückschlüsse ergeben sich daraus für heute?

Im 10. Symposium „Unternehmensgeschichte“ verbinden wir wissenschaftliche Perspektiven mit den Erfahrungen von Familienunternehmen im Umgang mit ihrer eigenen Geschichte. Erfahrungsberichte aus der unternehmerischen Praxis und wissenschaftliche Forschungsergebnisse ergänzen sich dabei und eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Den Auftakt bildet der Erfahrungsbericht von Dr. Felix Heusler und Dr. Gero Heusler (Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG), die erläutern, warum ihr Familienunternehmen die eigene Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus wissenschaftlich untersuchen ließ. Daran anschließend stellen Prof. Dr. Ingo Köhler (Hessisches Wirtschaftsarchiv) und Prof. Dr. Michael Schneider (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) stellen gemeinsam die Ergebnisse der Forschungsarbeiten zur Geschichte der Isabellenhütte im Nationalsozialismus vor und ordnen diese in den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand ein. Nach einer gemeinsamen Fishbowl-Diskussion präsentiert Dr. Andrea Schneider-Braunberger (Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V.) die Ergebnisse ihrer Studie zur Geschichte der SAG im Nationalsozialismus und ordnet diese in den Forschungsstand ein. Abschließend gibt Paul Niederstein (The Coatinc Company Holding GmbH) Einblicke in den Umgang mit einem schwierigen Erbe, die Erfahrungen der Aufarbeitung und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.

Im gemeinsamen Austausch greifen wir die Erkenntnisse und Fragen der Teilnehmenden aus den vorgestellten Erfahrungen und Forschungsarbeiten auf. Dabei stehen Fragen zur Aufarbeitung und zum Umgang mit der eigenen Geschichte sowie mögliche Rückschlüsse für heute im Mittelpunkt.

TERMIN & ORT:
Die Veranstaltung findet am 11. November 2026 in der Region: PLZ-Gebiet 35 statt. Die genaue Adresse wird Ihnen mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt.

TEILNEHMENDE:
Mitglieder von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien sowie Historikerinnen und Historiker.

ANMELDUNG:
Die Anmeldefrist ist der 13. Oktober 2026. Anmeldungen, die nach dieser Frist eingehen, erschweren uns eine erfolgreiche Abwicklung. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

PREISE: 
Entscheiden Sie selbst! Die Teilnahme an der gebührenfreien Veranstaltung wird durch Spenden finanziert. Jeder Betrag ist herzlich willkommen und trägt wesentlich zur gemeinnützigen Arbeit sowohl der WIFU-Stiftung als auch der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. bei.

ANSPRECHPARTNER:
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Alexander Daitche per Mail: alexander.daitche@wifu-stiftung.de oder Mobil: +49 1515 5633 5602.

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