Die Publikation WIFU_kompakt 48: Legacy – Vermögensbindung über Generationen (2025) der WIFU-Stiftung gibt einen fundierten Überblick über historische, aktuelle und zukünftige rechtliche Konzepte zur langfristigen Sicherung von Familienvermögen. Ausgehend vom in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften etablierten Legacy-Begriff wird die juristische Perspektive auf Vermögensbindung systematisch entfaltet und klar von der erbrechtlichen Bedeutung des Vermächtnisses im Sinne des § 1939 BGB abgegrenzt.
In der Publikation wird aufgezeigt, wie bereits im römischen Recht mit dem Fideikommiss Instrumente zur dauerhaften Vermögensbindung entwickelt wurden und wie diese Ideen bis heute nachwirken. Darauf aufbauend werden moderne rechtliche Gestaltungsformen analysiert, darunter vorweggenommene Erbfolge, Vor- und Nacherbschaft, Treuhandmodelle sowie gesellschaftsrechtliche Regelungen. Die jeweiligen Instrumente werden hinsichtlich ihrer Steuerungswirkung, rechtlichen Grenzen und praktischen Herausforderungen eingeordnet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stiftung als robuster Form der langfristigen Vermögensbindung sowie auf aktuellen Reformdiskussionen zur Einführung neuer Rechtsformen wie der „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“. Die Ausgabe beleuchtet damit zentrale Spannungsfelder zwischen Vermögenssicherung, unternehmerischer Flexibilität und gesellschaftsrechtlicher Weiterentwicklung und ordnet diese in einen historischen und rechtspolitischen Kontext ein.
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