Im Artikel „Psychologische Kontrakte in Familienunternehmen – Funktion und Wirkungsweise verstehen“ (FuS 4/2016) von Arist von Schlippe und Marcel Hülsbeck wird das komplexe Zusammenspiel von psychologischen Kontrakten in Familienunternehmen beleuchtet. Die Autoren thematisieren, wie Mitglieder von Unternehmerfamilien in unterschiedlichen kommunikativen Logiken agieren und welche Missverständnisse daraus resultieren können. Diese Dynamiken führen häufig zu Konflikten, die durch emotionale Verwirrung verstärkt werden.
Die theoretischen Grundlagen des Artikels basieren auf dem Konzept der psychologischen Kontrakte, das die wechselseitigen Erwartungen zwischen Familienmitgliedern beschreibt. Die Autoren zeigen auf, dass diese Erwartungen oft implizit sind und zu einem Gefühl der Ungerechtigkeit führen können, wenn sie nicht erfüllt werden. Durch die Analyse von Fallbeispielen wird deutlich, wie emotionale Anspannung und familiäre Bindungen die Wahrnehmung von Gerechtigkeit beeinflussen.
Die Ergebnisse des Artikels haben weitreichende Implikationen für Unternehmerfamilien. Die Autoren betonen die Notwendigkeit eines offenen Dialogs, um Missverständnisse zu klären und die Dynamik von Konflikten zu verstehen. Durch die Anerkennung der verschiedenen Gerechtigkeitslogiken kann die emotionale Belastung verringert und eine konstruktive Konfliktlösung gefördert werden. Dies ist entscheidend für die langfristige Stabilität und den Erfolg von Familienunternehmen.
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Family business
Generational conflict
Justice
Psychological Contracts
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