Im Artikel „Sunk Cost Fallacy – Besser ein Ende mit Schrecken, als …“ von Franziska v. Kummer und Arist v. Schlippe (FuS 1/2022) wird das Konzept der versunkenen Kosten in Konfliktsituationen beleuchtet. Der Beitrag thematisiert, wie psychologische Aspekte, insbesondere die Verlustaversion, das Entscheidungsverhalten von Unternehmerfamilien beeinflussen können. Dabei wird aufgezeigt, dass die Tendenz, in festgefahrenen Konflikten weiter zu investieren, oft zu irrationalen Entscheidungen führt.
Die AutorInnen erläutern, dass der Fehler der versunkenen Kosten nicht nur in finanziellen, sondern auch in zwischenmenschlichen Konflikten auftritt. Sie argumentieren, dass Menschen Schwierigkeiten haben, vergangene Investitionen abzuschreiben, was zu einer Eskalation von Konflikten führen kann. Die theoretischen Grundlagen des Artikels stützen sich auf psychologische Erkenntnisse und die Analyse von Denkfehlern, die in Konfliktsituationen häufig auftreten.
Für Unternehmerfamilien ergeben sich aus den Erkenntnissen des Artikels wichtige Implikationen. Die AutorInnen empfehlen, frühzeitig Anzeichen eines drohenden Scheiterns zu erkennen und sich von der Vorstellung zu lösen, dass vergangene Investitionen immer amortisiert werden müssen. Ein bewusster Umgang mit versunkenen Kosten kann dazu beitragen, Konflikte konstruktiv zu lösen und Ressourcen effizienter einzusetzen.
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Conflict escalation
Conflict psychology
Business family
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