You are currently viewing placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.
Im Vortrag „The Paradox of the Duplicated Family Business Families Part I“ (2023) führt Prof. Dr. Arist von Schlippe in das Konzept der duplizierten Unternehmerfamilie ein. Aus der Perspektive der sozialen Systemtheorie zeigt er, warum Unternehmerfamilien keine „normalen“ Familien sind, sondern dauerhaft mit widersprüchlichen Erwartungen umgehen müssen: Sie sind zugleich Familie, Eigentümerkreis und mit dem Unternehmen verbundenes soziales System.
Der Vortrag verdeutlicht, dass Konflikte in Unternehmerfamilien häufig aus unterschiedlichen Kontextlogiken entstehen. Während Familienkommunikation auf Zugehörigkeit, Gleichbehandlung und emotionale Bindung ausgerichtet ist, folgt die Unternehmenslogik Kriterien wie Leistung, Entscheidung, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit. Besonders in Fragen von Nachfolge, Eigentum und Gerechtigkeit entstehen dadurch paradoxe Situationen: Was aus Sicht der Familie richtig erscheint, kann aus Sicht des Unternehmens problematisch sein – und umgekehrt.
Prof. Dr. Arist von Schlippe macht anhand zahlreicher Beispiele deutlich, wie wichtig sogenannte Kontextmarker für gelingende Kommunikation sind. Fehlen klare Hinweise darauf, ob gerade in der Logik der Familie, der Unternehmerfamilie oder des Unternehmens gesprochen wird, entstehen Missverständnisse und Konflikte. Der Vortrag bietet damit eine grundlegende theoretische Einführung in die Polycontexturalität von Unternehmerfamilien und schafft die Basis für das Verständnis des zweiten Vortragsteils.
Author
Year of publication
Publication type:
Keywords
Family business
Family Governance
Paradoxes
Doubled Family
Read more
Hello, I'm Callista!Do you have a question regarding the topic of "Family Businesses and Entrepreneurial Families"?
You are currently viewing placeholder content from Elfsight. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.