Frauen in Familienunternehmen

Töchter in der Nachfolge

 

Die Übernahme des Unternehmens durch die nächste Generation ist ein elementarer Bestandteil dessen, was ein Familienunternehmen als solches definiert. Töchter aus Unternehmerfamilien stehen heute ganz selbstverständlich als Nachfolgerinnen zur Verfügung und sichern dadurch erfolgreich den Fortbestand des Familienunternehmens. Dennoch sind sie nach wie vor deutlich in der Minderzahl und sehen sich häufig Schwierigkeiten, Paradoxien und – auch familieninternen – Hindernissen ausgesetzt, die einen reibungslosen Nachfolgeprozess erschweren oder sogar verhindern.

Der esrte Teil des Forschungsprojekts untersuchte, wie sich die Erfahrungen von Nachfolgerinnen von Erfahrungen männlicher Nachfolger unterscheiden und welchen Einfluss dabei das Verhältnis zu den Eltern auf den Nachfolgeprozess hat. Dabei wurde vor allem untersucht, wie Töchter erzogen werden und wie Sozialisation und Ausbildung die Nachfolgebereitschaft sowie die Tätigkeit als Nachfolgerin beeinflussen. Ebenso wurde evaluiert, welchen Werdegang Nachfolgerinnen haben und welche Gründe sie dazu bewogen haben, die familieninterne Unternehmensnachfolge anzutreten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Beschäftigung mit dem Führungsverhalten dieser Frauen und der Frage, wie Nachfolgerinnen Führung lernen. Des Weiteren wurde erforscht, wie sie ihren persönlichen Führungsstil entwickeln und inwiefern dieser sich von dem männlicher Nachfolger und von Führungskräften in Nicht-Familienunternehmen unterscheidet.

Im nächsten, auf dem ersten Schritt aufbauenden Projektabschnitt geht es nun um eine vergleichende Studie zwischen Nachfolgerinnen und Nachfolgern. Hierfür wurde das Forschungsteam um Dr. Daniela Jäkel-Wurzer verstärkt. Das Projekt leistet durch seine Forschung einen Beitrag dazu, die Nachfolge-Bedingungen für Töchter aus Unternehmerfamilien besser zu verstehen können und für künftige Generationen zu erleichtern.

Das Projekt wird ausschließlich aus Spenden von FamilienunternehmerInnen sowie dem Forschungsfonds des WIFU finanziert.

Ansprechpartner: Dominique Otten, Arist von Schlippe, Prof. Dr. Tom A. Rüsen

Zwischenergbnisse des Projekts sind in den Working Papern Nr. 10 und Nr. 11 zusammengefasst. Diese und weitere Working Paper finden Sie in unserem Downloadbereich.

 

Auch in unserer Themenrubrik finden Sie zu diesem Thema einen spannendne Beitrag.

Neuer Band in der WIFU-Schriftenreihe erschienen

 

Organisation der Unternehmerfamilie in Stämmen von Dr. Jakob Ammer.

 

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