Im Vortrag „Informationskatastrophen und neue Medien“ (2021) erläutert Prof. Dr. Arist von Schlippe, wie digitale Kommunikation Konfliktdynamiken in Unternehmerfamilien beeinflussen kann. Ausgehend von der besonderen Konfliktanfälligkeit von Familienunternehmen zeigt er, warum familiäre Nähe, Eigentum, Nachfolgefragen und Gerechtigkeitserwartungen eine hohe emotionale Intensität erzeugen können.
Der Vortrag macht deutlich, dass digitale Medien Konflikte nicht verursachen, Eskalationen aber erheblich beschleunigen können. E-Mails, Messenger-Dienste und große Verteilerkreise erhöhen die Geschwindigkeit, Reichweite und Missverständnisanfälligkeit konfliktbehafteter Kommunikation. Besonders kritisch sind fehlende nonverbale Signale, schnelle affektgeladene Reaktionen, öffentliche Bloßstellung sowie entwertende oder sarkastische Formulierungen.
Auf Basis eines Projekts mit Christina Tandberg stellt Prof. Dr. Arist von Schlippe typische Eskalationsmuster in E-Mail-Kommunikation vor und zeigt zugleich Möglichkeiten der Deeskalation auf. Dazu gehören wertschätzende Anreden, begrenzte Verteilerkreise, das Formulieren eigener Betroffenheit, das Vermeiden von Diagnosen und das bewusste Verzögern impulsiver Antworten. Der Beitrag bietet damit praxisnahe Orientierung für Unternehmerfamilien, die digitale Kommunikation konfliktbewusst und beziehungsorientiert gestalten möchten.
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Comunicazione digitale
Suscettibilità ai conflitti
Dinamiche dei conflitti
Conflitti
Famiglia di imprenditori
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Ciao, sono Callista!Lei ha una domanda nell'ambito tematico "Imprese familiari e famiglie imprenditoriali"?