Der Praxisreport ‚Beziehungsstatus: Es ist kompliziert – der CDO-CIO-Beziehungscheck‘ von Hanne Wortmeyer, Felix Lorenz, Arne Buchwald und Thomas Clauß (FuS 6/2023) beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Chief Information Officers (CIOs) und Chief Digital Officers (CDOs) in Unternehmen während der digitalen Transformation. Die AutorInnen untersuchen, wie Rollenkonflikte und unterschiedliche Wahrnehmungen zu Spannungen zwischen diesen beiden Positionen führen können, obwohl eine enge Zusammenarbeit als entscheidend für den Erfolg der digitalen Transformation angesehen wird.
Die Studie stützt sich auf qualitative Daten aus 33 Experteninterviews und analysiert elf spezifische CIO-CDO-Beziehungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Beziehung zwischen CIO und CDO oft weniger komplementär ist als angenommen, was auf strukturelle und ressourcenbezogene Konflikte hinweist. Die AutorInnen verwenden die Rollentheorie und Konzepte der TMT-Kooperation, um die Dynamiken und Herausforderungen dieser Beziehung zu erläutern und zentrale Erfolgsfaktoren für eine effektive Zusammenarbeit herauszuarbeiten.
Die Implikationen für Unternehmerfamilien sind erheblich, da die digitale Transformation nicht nur technologische Anpassungen erfordert, sondern auch eine strategische Neuausrichtung, die die Identität und Werte des Unternehmens bewahrt. Die Erkenntnisse der Studie bieten wertvolle Hinweise zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen CIOs und CDOs, um die digitale Transformation in Familienunternehmen erfolgreich zu gestalten und gleichzeitig deren Traditionen zu respektieren.
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