Longevity of Japanese Family Businesses

Im Vortrag „Longevity of Japanese Family Business – Good for the buyer, good for the seller, good for the world“ (2021) erläutert Dr. Sigrun Caspary, warum Japan weltweit eine besonders hohe Zahl sehr alter Familienunternehmen aufweist. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche kulturellen, rechtlichen und familiären Strukturen dazu beitragen, dass Unternehmen über Jahrhunderte im Einfluss einer Familie bleiben können.

Der Beitrag zeigt, dass das japanische Familiensystem „Ie“ eine zentrale Grundlage für langfristige Kontinuität bildet. Die Weitergabe des Familiennamens, die Ahnenverehrung und die klare Rolle des Familienoberhaupts prägen das Verständnis von Nachfolge. Besonders hervorgehoben wird die Tradition der Adoption geeigneter Nachfolger, durch die Familienunternehmen auch dann fortgeführt werden können, wenn kein biologischer Sohn zur Verfügung steht oder ein externer Kandidat als geeigneter gilt.

Anhand von Beispielen wie Hōshi, Gekkeikan, Shiseido, Suntory und Suzuki verdeutlicht der Vortrag, wie Nachfolge, Familienverfassungen und werteorientierte Leitbilder zur Langlebigkeit beitragen. Das Prinzip „Sampō yoshi“ – gut für Verkäufer, Käufer und Gesellschaft – verweist dabei auf ein frühes Verständnis unternehmerischer Verantwortung. Zugleich werden aktuelle Herausforderungen sichtbar, etwa sinkende Geburtenraten, veränderte Nachfolgepräferenzen, weibliche Nachfolge und hohe Erbschaftsteuerbelastungen.

Forfatter:

Utgivelsesår:

2021

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