Führerschein für Gesellschafter

Kompetenz-Mix sorgt für Professionalisierung

Im Interview „Führerschein für Gesellschafter – Kompetenz-Mix sorgt für Professionalisierung“ erläutert Prof. Dr. Anne K. Heider, welche Fähigkeiten GesellschafterInnen benötigen, um ihre Eigentümerrolle in einem Familienunternehmen professionell auszuüben. Gesellschafterkompetenz umfasst dabei betriebswirtschaftliches Wissen, Kommunikations- und Mediationsfähigkeiten, juristische Grundkenntnisse sowie ein fundiertes Verständnis des eigenen Unternehmens.

Der Beitrag zeigt, dass die systematische Kompetenzentwicklung für die Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen von zentraler Bedeutung ist. Familienmitglieder übernehmen innerhalb von Unternehmen und Unternehmerfamilie unterschiedliche Rollen, für die jeweils spezifische Qualifikationen erforderlich sind. Als geeignete Formate nennt Heider unter anderem Familientage, Familiengremien und gemeinsame Weiterbildungsangebote. Insbesondere für die NextGen können solche Maßnahmen zugleich die emotionale Bindung an das Unternehmen, den Familienzusammenhalt und die Motivation zur aktiven Mitwirkung stärken.

Um Gesellschafterkompetenz dauerhaft zu verankern, empfiehlt Heider, konkrete Kompetenzanforderungen in der Familienstrategie festzuhalten. Ein sogenannter Gesellschafter-Führerschein kann transparent regeln, welche Kenntnisse für bestimmte Rollen und Entscheidungsbefugnisse vorausgesetzt werden. Bei der Auswahl familieninterner NachfolgerInnen können zudem extern entwickelte Kompetenzprofile dazu beitragen, Konflikte zu vermeiden und Entscheidungen nachvollziehbar zu gestalten.

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