Im Praxisleitfaden „Postpatriarchale Führung – Wie Familienunternehmen eine neue Führungsstruktur entwickeln können“ (2022) zeigt Rudolf Wimmer auf, unter welchen Bedingungen die historisch gewachsenen, patriarchal geprägten Führungs- und Organisationsstrukturen von Familienunternehmen an ihre Grenzen stoßen und warum ein bewusster Übergang zu postpatriarchalen Führungsformen notwendig werden kann. Ausgangspunkt ist die Analyse der besonderen Einheit von Eigentum, Führung und Familienoberhaupt, die vielen Familienunternehmen lange Zeit Stabilität, Schnelligkeit und Wettbewerbsfähigkeit verleiht, unter veränderten Umwelt- und Wachstumsbedingungen jedoch an Funktionalität verliert.
Der Leitfaden beschreibt zentrale Triebkräfte dieses Veränderungsdrucks, insbesondere starkes Unternehmenswachstum, disruptive Marktveränderungen und Generationswechsel. Wimmer arbeitet heraus, dass diese Dynamiken die impliziten, personenorientierten Steuerungsmechanismen patriarchaler Führung überfordern. Postpatriarchale Führung wird dabei nicht als Abkehr vom Charakter des Familienunternehmens verstanden, sondern als Weiterentwicklung, die unternehmerische Intuition, kulturelle Stärke und langfristige Orientierung mit professionell gestalteten Führungs-, Organisations- und Kommunikationsstrukturen verbindet.
Im Fokus stehen konkrete Ansatzpunkte für den Transformationsprozess: die Neuverteilung von Führungsverantwortung, der Übergang von personenzentrierten zu funktional begründeten Organisationsarchitekturen sowie die bewusste Etablierung expliziter Kommunikations- und Entscheidungsroutinen. Der Leitfaden betont die Rolle der Unternehmerfamilie und des Gesellschafterkreises als Träger von Orientierung und Legitimation und zeigt praxisnah, wie der Wandel als ganzheitlicher Entwicklungsprozess gestaltet werden kann, ohne die kulturelle Identität des Familienunternehmens zu verlieren.
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家族企业
领导
代际更迭
沟通
转变
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