Von Lebenswerken und blutenden Herzen

Familienunternehmen sind Werke des Lebens. Geliebte Objekte, die wie eigene Kinder mit Herz und Seele „großgezogen“ werden. Vor diesem Hintergrund bergen Übergabe- und Nachfolgeprozesse Zündstoff in sich. Der Generationenwechsel wird zu einem Ort der Zuspitzung, das Hergeben wird gemeinhin als schwierigster unternehmerischer und persönlicher Akt beschrieben, und die Nachfolger bekommen eine erste Idee davon, in welcher Komplexität Nehmen zu betrachten ist. Ausgehend von einer Begleitstudie, die inter- sowie transdisziplinäre Sichtweisen integriert, greift die Autorin Themen auf, die seitens der Praxis tabuisiert werden und auch in der wissenschaftlichen Diskussion wenig Beachtung finden. So geht sie u. a. der Frage nach, inwieweit gesellschaftspolitische Veränderungen, die mit familiären Entwicklungen und Wertewandel einhergehen, Einfluss auf gegenwärtige Konzepte der Nachfolge haben und welche Nachhal(l)tigkeit Traditionen zugesprochen wird. Zudem wird untersucht, warum das vielfach geforderte Loslassen einer Beschwörungsformel gleichkommt, welche Liaison die Übergabe mit dem Tod und dem Diktat der Endlichkeit hat, welche Rolle Schwiegerkindern zukommt und welches Konfliktpotenzial anthropologische Widersprüche in sich bergen. Dieses Buch bietet neben wissenschaftlich fundierten Hintergrundtheorien zu Übergabeprozessen in Familienbetrieben auch einen Wegweiser für betroffene Praxispartner.

Titel und Untertitel Von Lebenswerken und blutenden Herzen – Die Übergabe in Familienunternehmen der Tourismusbranche
Autor Ruth E. Lerchster
Jahr 2011
Keywords Familienunternehmen, Nachfolge
Art Bücher

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