Forschungsprojekt

Forschungsprojekt „Digitalisierung und digitale Transformation von Familienunternehmen“


In diesem jüngst angelaufenen Forschungsprojekt widmen sich Thomas Clauß und Jörn Block der digitalen Transformation deutscher Familienunternehmen – einem in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht hochrelevanten Thema. Der Umgang mit disruptiven Innovationen, die ganze Industrien verändern und oft auf digitalen Geschäftsmodellen beruhen, ist essenziell für den Fortbestand und zukünftigen Erfolg deutscher Familienunternehmen. Die Digitalisierung stellt eines der wichtigsten unternehmerischen Handlungsfelder dar, deren Auswirkungen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig prägen wird. Trotz der enormen Bedeutung des Themas fehlt es allerdings nach wie vor an einem umfangreichen Verständnis darüber, wie radikale Transformationen und Geschäftsmodellinnovationen insbesondere im Kontext der Digitalisierung in Familienunternehmen erfolgen und umgesetzt werden können. Insbesondere liegen wenig Befunde zum Einfluss von familienspezifischen Merkmalen sowie zur Verschiedenartigkeit von Familienunternehmen diesbezüglich vor. Vor dem Hintergrund dieser Forschungslücke widmen sich Thomas Clauß und Jörn Block unter anderem den folgenden Fragen: Welche Aufmerksamkeit hat das Thema Digitalisierung der Geschäftsmodelle bei den Entscheidungsträgern in Familienunternehmen? Inwieweit sind Familienunternehmen erfolgreich bei der Umsetzung der Digitalisierung in konkrete Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle? Wie ist die „Digital Readiness“, also der Grad des in Familienunternehmen vorhandenen Digitalisierungs-Know-hows und der unternehmerischen Anwendungskompetenz, unter deutschen Familienunternehmen zu beurteilen? Gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen Produkten, (internen und externen) Prozessen sowie Geschäftsmodellen?

Im Rahmen des Projektes ist neben einer umfassenden Literaturanalyse eine quantitative Datenanalyse geplant. Als Datengrundlage für die quantitativen Auswertungen sollen dafür neu erhobene Befragungsdaten und Informationen aus Datenbanken (z. B. finanzielle Kennzahlen, Mitarbeiteranzahl, Branchenkennzahlen, Patentdaten) integriert werden. Die von den Forschern gewählte Vorgehensweise generiert eine einzigartige umfangreiche Datenbasis. Die Ergebnisse der Auswertungen dieser Daten werden perspektivisch eine belastbare Grundlage für die Ableitung von Handlungsempfehlungen darstellen – sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praktischer Sicht.

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